
Fahrräder 22 Richtig Radfahren ist Einstellungssache. Auf den nächsten Seiten finden Sie Wissen, Hilfe und Tipps, wie Sie Ihr Fahrrad richtig ein- stellen – am besten geht das natürlich zusammen mit Ihrem Ergotec-Fahrradfachhändler. Nehmen Sie sich bewusst Zeit, um Ihr Fahrrad richtig einzustellen. Manchmal sind mehrere Schritte nötig. Denn viele positive Effekte machen sich erst auf längerer Fahrt und nach einer Zeit der persönlichen Umgewöhnung bemerkbar. Bringen Sie also etwas Geduld mit – Sie kommen ans Ziel: beschwerdefrei, gesund, be- wusst und genussvoll Fahrrad fahren! Dr. Achim Schmidt Radsportexperte an der Deutschen Sporthochschule Köln Die Rückenmuskulatur stabilisiert und richtet die Wirbelsäule auf und positio- niert das Becken. Sie federt Fahrbahnstöße ab und hält Oberkörper und Kopf in der gewünsch- ten Position. Das Gesäß über- nimmt bis zu 50 Prozent der Last. Die Hände reagieren besonders sensibel und „vertragen“ höchs- tens 20 Prozent der Körperlast. Die Füße tragen dauer- haft 100 Prozent und bei Sprüngen sogar bis 1000 Prozent des Körpergewichts. Der Schultergürtel leistet wichtige Stütz- arbeit. Er mindert Rückenbelastung und Druck auf die Hände, federt aber auch Fahrbahnstöße ab. Die Bauchmuskulatur ist der Gegenpart der Rückenmuskulatur und stabilisiert Becken und Rücken: Rücken- schmerzen werden oft durch schwache Bauchmuskeln verursacht! Auf dem Rad ist der gesamte Körper im Einsatz – nicht nur bei sportlichem An- spruch, sondern bei jeder Fahrt. Sehr viele Muskeln sind beteiligt und jeder Muskel hat einen Gegenpart. Denn alle wirkenden Kräfte wollen ausgeglichen sein. Erst durch diesen Ausgleich entsteht „Fahrkomfort“. Muskelarbeit und Lastenverteilung PS: Ergonomisch geformte Griffe und speziell gepolsterte Sättel tragen zum Komfort bei. Diese sogenannte Form- schlüssigkeit ist aber nur ein Aspekt. Genauso wichtig sind die Position und Haltung auf dem Rad.